Schulpartnerschaft angestrebt 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Ometepe

Wer Bilder von der Insel Ometepe sieht, glaubt an ein Urlaubsparadies. Weite Sandstrände mit Palmen überwachsen, malerische Buchten mit bunten Fischerbooten und idyllische Dörfer inmitten unberührter Natur. Die Vulkaninsel liegt im größten Süßwassersee Nicaraguas und gehört zu den ärmsten Regionen der Welt. Auch mehr als 30 Jahre nach dem Sturz des Somoza-Regimes kommt das mittelamerikanische Land nicht zu Ruhe.

Schulpartnerschaft angestrebt<br>25 Jahre Städtepartnerschaft mit Ometepe

Weite Teile der Bevölkerung sind verarmt, rund 80 % der Bevölkerung muss mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen.
Die Besitzfragen über die Ländereien sind trotz umfangreicher Landreformen immer noch ungeklärt. Korruption wird zwar bekämpft, beherrscht aber immer noch weite Bereiche des wirtschaftlichen Lebens. Offene oder verdeckte Interventionen der US-Regierung behindern weiterhin eine unabhängige Neuausrichtung der heimischen Politik.

Seit 25 Jahren leistet die Stadt Herne Hilfe zur Selbsthilfe im Rahmen einer Partnerschaft mit der Insel Ometepe im Nicaragua See. Es entstanden Hilfsprojekte wie beispielsweise der Bau einer Wasserleitung, Kleinkredite an Bauernfamilien, die Finanzierung des Allgemeinmediziners, Bau von Steinhäusern und einer Lagerhalle oder die Ausbildungsförderung durch Stipendien.
Von Anfang an war die Erich-Fried-Gesamtschule Herne in das Projekt einbezogen. Doch durch personelle Wechsel in der Schule und auf Ometepe verloren sich die Partnerinsel und die Schule aus den Augen. Jetzt sollen die Kontakte wieder aufleben. Als erster Schritt fand darum am 9. Juli die offiziellen Jubiläums-Feierlichkeiten in der Gesamtschule an der Grabenstraße statt. Zu Gast war dabei auch eine fünfköpfige Delegation aus Ometepe, bestehend aus dem Projektleiter und ehemaligen Bürgermeister José Alcides Flores, der Zahnärztin Melida de Sodorro Luna de Flores, dem Allgemeinmediziner Roberto Antonio Alvarado Alvarez, der Psychologin Karla Varela und dem Leiter landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Jorge Ovidio Quintana.

Olaf Kleffmann von der Sektion Ometepe erläuterte der Schulgemeinschaft die Hintergründe und Geschichte der Partnerschaft. Als nächstes Projekt möchte die Stadt den Nicaraguanern ein Ultraschallgerät für die medizinische Diagnostik finanzieren. Auch die EFG ist an einem eigenen Projekt interessiert, verdeutlichte Schulleiter Norbert Hoffmann in seiner Ansprache. Projektleiter José Alcides Flores wird sich um Kontakte zu einer weiterführenden Schule bemühen, die dann im direkten Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern aus Herne treten wird. Als ersten Schritt sammelten die Jugendlichen des 6. Jahrgangs bei einem Aktionstag am 11. Juli Spenden für die neuen, alten Partner. Ein ansehlicher Betrag konnte so von einer Delegetation der Schule am letzten Tag vor der Abreise den Gästen aus Ometepe übergeben werden.

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