EFG ist nun auch offiziell „Schule ohne Rassismus“

Der Einsatz gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist ein Grundsatz der pädagogischen Arbeit an der Erich-Fried-Gesamtschule in Herne. Seit mehr als einen Vierteljahrhundert lernen und leben hier gemeinsam Kinder und Jugendliche aus einer Vielzahl von Nationen. Jetzt kann sich die EFG auch offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen.

EFG ist nun auch offiziell
„Schule ohne Rassismus“
In Anwesenheit von Staatssekretärin Ingrid Fischbach überreichte Lenard Suermann vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung am 9. Januar die Urkunde und Plakette der Initiative. Der Experte für Rechtsextremismus lobte das Engagement der Schule gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung. Um die begehrte Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ zu erhalten, mussten sich mehr als 70 Prozent der Schulgemeinschaft mit ihrer Unterschrift zum Einsatz gegen jede Form von Diskriminierung verpflichten. Ein besonderer Dank ging daher an die Schüleraktionsgruppe um Adrijan Vukadin und an Ex-Lehrer Horst Seidenspinner, der die Aktion initiiert hatte. Als Patin für die Aktion konnten die Initiatoren die Bundestagsabgeordnete und jetzige Staatssekretärin Ingrid Fischbach gewinnen. Die ehemalige Lehrerin hat diese Aufgabe gerne übernommen, nicht zuletzt weil sie bis vor 15 Jahren selber als Pädagogin an der EFG tätig war. In ihrem Grußwort versprach die Politikerin auch weiterhin in Kontakt mit der Schule bleiben zu wollen, um die Aktion zu unterstützen. Sie äußerte den Wunsch, dass sich noch mehr Schulen der Initiative anschließen. Seit Beginn der Aktion im Jahr 1995 haben 1250 Schulen mit rund einer Millionen Schülerinnen und Schüler die Selbstverpflichtung abgegeben. Entstanden ist die Idee ursprünglich Mitte der 80er Jahre in Belgien.
Rücklickend verdeutlichte der angehende Abiturient Adrijan Vukadin die besondere Bedeutung des sozialen Lernens an der EFG: „Die Schule ist ein Ansatzpunkt, dass wir als junge Leute lernen, uns gegenseitig zu akzeptieren, unabhängig von kulturellem Hintergrund, Hautfarbe, Aussehen oder Religion.“ Gestaltet wurde das musikalische Rahmenprogramm durch Lehrerin Kathrin Block und einem Schülerchor aus verschiedenen Jahrgängen. Der Filmeinspieler „Keiner kommt von hier“ aus dem Unterrichtsfach „Kohlengräberland“ verdeutlichte in origineller Form das multikulturelle Miteinander an der EFG. Nach dem Ausscheiden von Horst Seidenspinner, der in den Ruhestand getreten ist, wollen Lehrerin Sonja Harrington und Lehrer Yasin Tugrul das Projekt „Schule ohne Rassismus“ durch regelmäßige Aktionen im Bewusstsein halten.

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