Vielfalt leben - Ramadan an der EFG
Vielfalt ist ein fester Bestandteil unseres Schullebens. Unterschiedliche Kulturen, Religionen und Traditionen bereichern unseren Alltag und machen unsere Gemeinschaft stark. So wie wir in der Vorweihnachtszeit gemeinsam Bräuche erleben und teilen, möchten wir auch anderen religiösen Festzeiten Raum geben – in diesem Jahr besonders dem Ramadan.
Mit unseren Aktionen möchten wir als Schule ein klares Zeichen setzen: Respekt, Offenheit und gelebte Vielfalt sind zentrale Werte unserer Gemeinschaft. Indem wir Feste und besondere Zeiten verschiedener Kulturen bewusst wahrnehmen und gemeinsam gestalten, stärken wir das Miteinander und fördern gegenseitiges Verständnis.
Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft weitere kulturelle und religiöse Traditionen im Schulalltag sichtbar zu machen und gemeinsam zu feiern.
Ramadan-Kalender in den Klassen
In mehreren Klassen begleiten die Schüler*innen den Ramadan mit einem eigenen Ramadan-Kalender. Ähnlich wie ein Adventskalender lädt er dazu ein, jeden Tag etwas Neues zu entdecken: kleine Impulse, gemeinsame Gespräche, Wissenswertes über den Ramadan sowie Momente des Innehaltens. So entsteht ein bewusster Austausch über Traditionen, Werte wie Geduld, Dankbarkeit und Gemeinschaft sowie über persönliche Erfahrungen.
Der Kalender bietet dabei nicht nur muslimischen Schüler*innen die Möglichkeit, ihre religiöse Praxis sichtbar zu machen, sondern schafft auch für alle anderen Raum für Fragen, Begegnung und gegenseitiges Verständnis.
Gemeinsames Fastenbrechen im Kollegium
Auch das Kollegium hat den Ramadan zum dritten Mal aktiv begleitet. Am Montag, den 23.02.2026, kamen die Lehrkräfte mit ihren Familien und Freunden nach Sonnenuntergang zusammen, um gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Integrationsrates Herne, İbrahim Baltacı das Fasten zu brechen. In einer wertschätzenden Atmosphäre wurde nicht nur gegessen, sondern auch über die Bedeutung des Ramadan gesprochen. Der Abend war geprägt von Offenheit, Interesse und dem Wunsch, voneinander zu lernen.
Die Eröffnungsrede hielt die Lehrerin Nuran Yılmaz, die auf die Vielfalt der Schule mit mehr als 30 Nationalitäten hinwies und erklärte: „Diese Iftar-Tafel ist nicht nur eine Mahlzeit, sondern ein Symbol für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt, die das Herz unserer Schule bilden.“ Yılmaz dankte allen Gästen sowie den Mitgliedern der Ramadan-Arbeitsgruppe für ihre Unterstützung bei der Organisation.
Schulleiter Anders Krosch betonte in seiner Ansprache: „Wir sehen unsere Unterschiede nicht als Trennung, sondern als Bereicherung,“ und hob die Bedeutung solcher Veranstaltungen für den gesellschaftlichen Frieden hervor. Zudem äußerte er seine Freude darüber, dass auch Anwohner*innen, die aufgrund einer Bombenentschärfung im Stadtteil ihre Häuser verlassen mussten, am Iftar teilnehmen konnten.
Besuch in der Moschee
Ein besonderes Erlebnis war der gemeinsame Besuch einer Moschee am Mittwoch, den 25.02.2026. Dort hatten die Kolleg*innen die Gelegenheit, mehr über religiöse Abläufe, Gebetstraditionen und die spirituelle Bedeutung des Ramadan zu erfahren. Das gemeinsame Fastenbrechen vor Ort war ein Zeichen der Verbundenheit und des interkulturellen Dialogs.
